Rotschmiede

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Die Nürnberger Rotschmiede war die vom Stadtrat kontrollierte Zunft der messingverarbeitenden Handwerker. Neben Einsatzgewichten und Münzwaagen wurden in der Stadt zahlreiche Gerätschaften aus Messing hergestellt: Haushaltsgerät, Leuchter, Mörser, Beckenschlägerschüsseln und viele andere Messingprodukte. Die Nürnberger Rotschmiede waren verpflichtet, ihre Produkte mit Meisterzeichen zu kennzeichnen, vergleichbar mit den Gold- und Silberschmieden. Diese als Merkzeichen bezeichneten Meistermarken wurden in den Stadtarchiven seit Beginn des 16. Jahrhunderts dokumentiert, ebenso sind die Daten der Meisterprüfungen der Rotschmiedemeister dort heute noch nachzulesen. Den Handwerkern war die Ausübung ihres Berufes außerhalb der Stadt streng verboten, was ein Abwandern der fähigen Handwerker in andere Regionen erschwerte und die Stadt über vierhundert Jahre zum Zentrum der Messingverarbeitung in Europa machte.

Die bedeutendsten literarischen Zusammenfassungen der Rotschmiedemarken finden sich bei:

Dr. Walter Stengel: “Die Merkzeichen der Nürnberger Rotschmiede”

H. P. Lockner: “Die Merkzeichen der Nürnberger Rotschmiede”